Molekulare Diagnostik

Molekulare Diagnostik

Diagnose und Therapieempfehlungen bei Lungenkrebs gehören in die Hände von Spezialisten. 
Das gilt besonders für seltene Treibermutationen, wozu mit circa 3 bis 5 Prozent aller nicht-kleinzelligen Lungenkrebsfälle in Deutschland auch der ALK-positive Lungenkrebs gehört. Die richtige Diagnostik ist überlebenswichtig.

Über das nationale Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs (www.nNGM.de) findet man Unikliniken, zertifizierte Lungenkrebszentren oder Praxen, die eine molekulare Diagnostik durchführen können. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse. Gewebeproben (ggf. auch eine sogenannte Liquid Biopsy, über das Blut) werden nach standardisiertem Protokoll mehrfach sequenziert. Die sicherste Methode, eine Treibermutation zu erkennen.

ALK-positive Patienten haben eine vergleichsweise gute Prognose; allerdings nicht unter Chemo/Immuntherapie, sondern nur, wenn die entsprechende Treibermutation bekannt ist und sie zielgerichtet behandelt werden können. ALK-positive Patienten haben durch immer bessere zielgerichtete Medikamente mittlerweile die Chance, noch viele Jahre nach der Diagnose „Lungenkrebs Stadium 4“ zu leben (2010 waren es 1 bis 2 Jahre; Stand Ende 2020 hat eine Studie sogar median circa 8 Jahre genannt). 

Allen Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (engl. non small cell lung cancer – NSCLC) in einem fortgeschrittenen Stadium sollte deshalb eine molekulare Diagnostik, ein sogenannter NGS-Test angeboten werden (Next-Generation-Sequencing-Test). Unabhängig von einer Rauchhistorie. Frag danach, ob dein behandelnder Arzt, dein Krankenhaus, dir diesen Test anbietet. 

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