Die ALKpositiven News

An dieser Stelle informieren wir euch in unregelmäßigen Abständen über interessante Entwicklungen rund um das Thema ALK-positiver Lungenkrebs und über Neues aus unserem Netzwerk.
Viele Studien erscheinen auf Englisch. Da wir auf zeitlichen Gründen nicht alle Studien übersetzen können, empfehlen wir euch den Online-Übersetzer von deepl.com.
Fragen zu unseren News beantworten wir gerne in unserer Facebook-Gruppe.

Webinar

15.8.2022 Das Patientennetzwerk für personalisierte Lungenkrebstherapie zielGENau e.V. 

veranstaltet zusammen mit dem Nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Webinare rund um das Thema zielgerichtet behandelter Lungenkrebs.
Nachfolgend eine aktuelle Zusammenstellung der Webinare. Die Webinar können kostenlos angeschaut werden, ein Bereich zur Anmeldung öffnet sich nach Klick auf den jeweiligen Link.

Tumorimpfung – Option für Patienten mit Treibermutation?
Referenten: Dr. med. Rieke Fischer und Prof. Dr. Jürgen Wolf; Uniklinik Köln/nNGM
https://register.gotowebinar.com/reco.../3693283070140247311


Klinische Studien am Beispiel Lungenkarzinom
Referenten: PD Dr. Matthias Scheffler und Frau Anna Eisert
https://attendee.gotowebinar.com/reco.../5889464084574284547

Therapie des ALK-positiven Lungenkrebs - in Kooperation mit ALKpositiv Deutschland
Referent Dr. Petros Christopoulos
https://register.gotowebinar.com/reco.../3175481254972752143

Einführung in die Molekularpathologie
Referent: Prof. Dr. Reinhard Büttner
https://register.gotowebinar.com/.../1526429320324899344...

Aufzeichnungen zu verschiedenen Themen - nicht nur spezifisch für Lungenkrebs -  sind hier zu finden: Patiententag am CIO Köln
Aufzeichnungen zu verschiedenen Themen
https://cio.uk-koeln.de/informationenkontakt/patiententag/

ALKOVE-1 Studie von Nuvalent gestartet

26.6.2022 NVL-655 ist ein ALK-TKI (Inhibitor) der 4. Generation, der mehrere Schwachstellen überwinden soll, die bei den derzeit verfügbaren Therapien zu beobachten sind. NVL-655 ist so konzipiert, dass es bei Tumoren aktiv bleibt, die eine Resistenz gegen ALK-Inhibitoren der ersten, zweiten und dritten Generation entwickelt haben, einschließlich Tumoren mit der Solvent-Front-Mutation G1202R oder den zusammengesetzten Mutationen G1202R/L1196M ("GRLM"), G1202R/G1269A ("GRGA") oder G1202R/L1198F ("GRLF").  NVL-655 wurde für das Eindringen in das ZNS (Zentralnervensystem) optimiert, um die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit ZNS-Metastasen zu verbessern.  Die ALK-Selektivität wird betont, um die ZNS-Nebenwirkungen zu minimieren, die mit der Off-Target-Hemmung anderer ähnlicher Kinasen (wie insbesondere NTRK) verbunden sind.  Man hofft, dass die Nebenwirkungen anderer ALK-TKI, wie kognitive Beeinträchtigung, Stimmungsstörungen, Schlafstörungen, Schwindel, Ataxie (schlechte Muskelkontrolle) und Gewichtszunahme, minimiert werden können.   Außerdem hofft man, dass die einzigartige Zellstruktur von NVL-655 eine dauerhaftere Behandlung als bei früheren ALK-TKIs ermöglicht.    

Nach der Behandlung mit ALK-Therapien der ersten und/oder zweiten Generation entwickeln etwa 40 % der Patienten die G1202R-Solvent Front Mutation die eine Resistenz gegen Crizotinib, Ceritinib, Alectinib und Brigatinib verleiht.  Der ALK-TKI der dritten Generation, Lorlatinib, wurde für die Behandlung von Patienten zugelassen, die zuvor ALK-Therapien der ersten und/oder zweiten Generation erhalten hatten. Bei diesen Patienten wurden jedoch nach dem Fortschreiten der Krankheit unter Lorlatinib zusammengesetzte Mutationen beobachtet, darunter G1202R/L1196M, G1202R/L1198F und G1202R/G1269A.  Während dreißig bis vierzig Prozent der ALK+ NSCLC-Patienten bei der Diagnose Metastasen des zentralen Nervensystems (ZNS) aufweisen, liegt die Häufigkeit von ZNS-Metastasen bei fortgeschrittenen Patienten mit einer ALK-TKI-Behandlung in der Vergangenheit bei etwa 60 %.   

ALKOVE-1 ist eine Phase-1/2-Dosiseskalations- und Expansionsstudie zur Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit von NVL-655, zur Bestimmung der empfohlenen Phase-2-Dosis (RP2D) und zur Bewertung der Antitumoraktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC und anderen soliden Tumoren. Es handelt sich um eine orale Tablettentherapie.  Die Studie begann im Mai 2022 und wird voraussichtlich im März 2026 abgeschlossen sein. 
Die Studie ist in den USA bereits angelaufen, es wird erwartet, dass im Herbst/Winter 2022 die ersten europäischen Patienten eingeschlossen werden.

Webinar „Leben mit ALK+ NSCLC“ für Lungenkrebspatienten und deren Angehörige

20.10.2021 Webinar „Leben mit ALK+ NSCLC“ für Lungenkrebspatienten und deren Angehörige

Datum: Donnerstag, 04. November 2021 / 18:00 – 19:30 Uhr

Referent: Andreas Hauptmann, Dipl. Psychologe, Psychoonkologe, Evangelisches Diakonissenkrankenhaus Leipzig

Was hilft, mit der Diagnose ALK+ NSCLC umzugehen? Durch neue zielgerichtete Therapien haben sich die Perspektiven für Patienten deutlich verbessert, dennoch ist die Erkrankung nach wie vor nicht heilbar. In diesem interaktiven Webinar für Lungenkrebspatienten und deren Angehörige bespricht der Psychoonkologe Dipl.-Psych. Andreas Hauptmann häufige Ängste und Sorgen im Krankheitsverlauf und gibt praktische Hilfestellungen und Anregungen aus psychoonkologischer Sicht.

Das Webinar ist ein Angebot von Takeda Oncology in Zusammenarbeit mit dem Patientennetzwerk ALKpositiv Deutschland.

Zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/1235045545766520587

Zwei Webinare mit Prof. Jürgen Wolff (Uniklinik Köln/nNGM) und Professor Reinhard Büttner (Uniklinik Köln/nNGM) die ihr nicht versäumen solltet

20.09.2021 Unser Partner zielGENau e.V. veranstaltet regelmäßig Webinare rund um das Thema zielgerichtete Lungenkrebs Therapie.
Die letzten zwei Webinare die auch für ALK-positive Patienten von essentieller Bedeutung sind, widmeten sich den Themen "nNGM - Das Netzwerk Genomische Medizin stellt sich vor" mit Professor Jürgen Wolff (Uniklinik Köln und Sprecher des nNGM) - einem der Spezialisten für zielgerichtete Therapien des Lungenkrebs (www.nngm.de) und "Einführung in die Molekularpathologie" mit Professor Reinhard Büttner ebenfalls von der Uniklinik Köln und zugleich Koordinator im nNGM.
Für alle, die eines dieser zwei sehr informativen Webinare von zielGENau e.V. verpasst haben oder sie noch einmal in Ruhe anschauen wollen, hier die Links:

nNGM - Das nationale Netzwerk Genomische Medizin stellt sich vor


Einführung in die Molekularpathologie

ALKpositiv Deutschland jetzt Mitglied von Lung Cancer Europe (LUCE)

30.08.2021 ALKpositiv Deutschland wurde als Vollmitglied von Lung Cancer Europe aufgenommen. 
Lung Cancer Europe setzt sich für eine europäische Politik ein, die zu Verbesserungen bei der Prävention, Früherkennung, Behandlung und Pflege von Lungenkrebs führt.

Wir freuen uns sehr über die Aufnahme, da wir konsequent den Ansatz der bestmöglichen Vernetzung mit wichtigen nationalen und internationalen Partnern anstreben um so die Interessen der ALK-positiven Patienten in Deutschland mit starker Stimme vertreten zu können.

Webinar zum ALK-positiven Lungenkrebs mit Dr. Petros Christopoulos, Heidelberg

14.05.2021 Eines unserer  Anliegen ist es, das Wissen unserer Mitglieder über die Erkrankung ALK-positiver Lungenkrebs aufzubauen bzw. zu vergrößern. Aus diesem Grund haben wir im April in Kooperation mit dem Verein zielGENau e.V. ein Webinar zum ALK-positiven Lungenkrebs veranstaltet.

Referent war Dr. Petros Christopoulos aus Heidelberg, der 2018 für seine Forschung (zusammen mit Prof. Dr. Rocio Sotillo) über die genetische Varianten des ALK-positiven NSCLC ausgezeichnet wurde.

Nach seinem sehr interessanten Vortrag über die State Of The Art Behandlungskonzepte des ALK+positiven Lungenkrebs nahm sich Dr. Christopouloser noch über eine Stunde Zeit, um live die Fragen der Patienten zu beantworten. 

Unter diesem Link https://register.gotowebinar.com/recording/3175481254972752143 könnt ihr euch kostenfrei das Webinar anschauen.  Wichtig: Der Link führt erst einmal zur einer kurzen Registrierung (Name und E-Mail-Adresse). Danach bekommt ihr erst eine Bestätigungsmail und dann den Link zum Einwählen in die Aufzeichnungsplattform. 

Biomarker-Testung bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in der Routineversorgung
Analyse der ersten 3.717 Patienten des deutschen prospektiven, beobachtenden, bundesweiten CRISP-Registers (AIO-TRK-0315)

Zusammenfassung

Zielsetzung
Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) wurde eine zunehmende Anzahl von behandlungsbestimmenden Biomarkern identifiziert und molekulare Tests werden empfohlen, um eine optimale individualisierte Behandlung zu ermöglichen. Daten zur Umsetzung dieser Empfehlungen in der "realen Welt" sind jedoch spärlich. Diese Studie stellt umfassende Details über die Häufigkeit, Methodik und Ergebnisse der Biomarker-Testung des fortgeschrittenen NSCLC in Deutschland vor.

Patienten und Methoden
In diese Analyse wurden 3.717 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC (2.921 nicht-squamös; 796 squamös) eingeschlossen, die zwischen Dezember 2015 und Juni 2019 von 150 deutschen Standorten in das CRISP-Register zu Beginn der systemischen Therapie rekrutiert wurden. Ausgewertet wurden die molekularen Biomarker EGFR, ALK, ROS1, BRAF, KRAS, MET, TP53, RET, HER2, sowie die Expression von PD-L1.

Ergebnisse
Insgesamt wurden 90,5 % der Patienten auf Biomarker getestet. Die Testraten lagen bei 92,2 % (nicht-squamös) und 70,7 % (squamös) und stiegen von 83,2 % in 2015/16 auf 94,2 % in 2019. Die Gesamttestraten für EGFR, ALK, ROS1 und BRAF lagen bei 72,5 %, 74,5 %, 66,1 % bzw. 53,0 % (nicht-squamös). Die Testraten für die PD-L1-Expression lagen bei 64,5 % (nicht-squamös) bzw. 58,5 % (squamös). Die häufigsten Testmethoden waren Immunhistochemie (68,5 % nicht-squamös, 58,3 % squamös) und Next-Generation-Sequencing (38,7 % nicht-squamös, 14,4 % squamös). Gründe für die Nicht-Testung waren unzureichendes Tumormaterial oder fehlende Leitlinienempfehlungen (Plattenepithelkarzinom). Keine Veränderung wurde in 37,8 % (nicht-squamös) bzw. 57,9 % (squamös) gefunden. Häufigste Veränderungen bei nicht-squamösen Tumoren (alle Patienten/alle auf den jeweiligen Biomarker getesteten Patienten): KRAS (17,3 %/39,2 %), TP53 (14,1 %/51,4 %) und EGFR (11,0 %/15,1 %); bei squamösen Tumoren: TP53 (7,0 %/69,1 %), MET (1,5 % /11,1 %), und EGFR (1,1 %/4,4 %). Das mediane progressionfreie Überleben (nicht-squamös) betrug 8,7 Monate (95 % CI 7,4-10,4) bei medikamentöser EGFR-Mutation und 8,0 Monate (95 % CI 3,9-9,2) bei medikamentöser ALK-Veränderung.

Schlussfolgerung
Die Testraten in Deutschland sind bundesweit hoch und im internationalen Vergleich akzeptabel, lassen aber immer noch einen erheblichen Teil der Patienten aus, die potenziell profitieren könnten. Daher sind spezifische Maßnahmen erforderlich, um die Durchführung zu erhöhen.

Den ganzen Artikel (Englisch) könnt ihr hier lesen: Biomarker 

HINWEIS: Der Inhalt der ALKpositiv-Deutschland-Website ist nicht als Ersatz für medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht oder empfohlen. Bitte wende dich bei medizinischen Fragen oder Beschwerden immer an deinen eigenen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft.